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Hochspannungsleitung
Zur flächenmäßigen Stromversorgung werden in Deutschland
Erdkabel und Hochspannungsleitungen mit 50 Hz Drehstrom und
Spannungen von 110, 220 oder 380 kV eingesetzt. Im Bahnstrombereich
beträgt die Frequenz 16,7 Hz.
Diese erzeugen sowohl ein niederfrequentes elektrisches Feld
wie auch ein niederfrequentes magnetisches Feld. Die elektrische
Feldstärke in Bodennähe ist umso größer, je höher die Spannung
ist, je weiter die Leiter voneinander entfernt sind und je
geringer der Abstand zum Einwirkungsort ist.
Die magnetische Feldstärke in Bodennähe hängt unter anderem
von der Stromstärke, der Leiteranordnung, deren Abstand untereinander
sowie der Phasenbelegung ab. Am höchsten sind die Felder an
der Stelle des maximalen Seildurchhangs.
Da sich diese niederfrequenten magnetischen Felder nur schwer
und sehr aufwändig abschirmen lassen, empfiehlt es sich, Abstand
von Hochspannungsleitungen zu nehmen (und nach Möglichkeit
nicht direkt unter ihnen zu wohnen.)
Wenn es aufgrund der hohen Feldstärken an der Oberfläche
der Leiterseile durch Inhomogenitäten (z.B. Verunreinigung,
Insekten u.a.) lokal zur Überschreitung der Durchschlagsfestigkeit
der Luft kommt, entstehen Funkenentladungen (Coronaentladungen).
Diese verursachen, wie andere atmosphärische Entladungsvorgänge
auch, hochfrequente Störfelder bis in den MHz-Bereich.
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